Wasser

Manchmal frage ich mich ob mein Gehirn einen Zwischenspeicher hat
und mir einfach alles vorgibt, was ich kenne:
Den Weg zur Arbeit oder zur U-Bahn Station, das Büro,
den Geschmack des Mittagessens oder den Fußweg zur Buchhandlung.

Vielleicht, das ist meine Überlegung, simuliert das Gehirn alles was es kennt
und aktualisiert nur das, von dem es annehmen kann, dass es neu ist:
Die Ampel ist rot oder grün. Die Bahn ist da oder nicht.
Das Essen ist scharf, die Buchhandlung hat neue Bücher.
Ich glaube ich habe dazu auch mal im Fernsehen etwas gesehen,
von einem Hirnforscher. Pöppl?
Ach: Fernsehen. Muss mal bei YouTube schauen, ob es das noch gibt.

Jedenfalls: Wenn das Gehirn alles simuliert was ich kenne, dann ist
meine Wahrnehmung meine eigene Einbildung?
Kann ich die Einbildung beinflussen? Schmeckt das Essen, wenn ich nur
lang genug daran denke, dass es schon so ist?
Zumindest beim Weg zur Arbeit ist es mir nicht gelungen alle
Ampeln auf grün zu denken.

Aber: Neugier macht mir deshalb vielleicht so Spaß?
Und: Neugier macht mir deshalb auch so viel Sorgen?
Dieses: Wär doch was, ist es aber das Richtige?
Das: Lass machen wird gut? Ach jetzt weiß ich nicht mehr?
Ist das Gehirn neugierig oder faul, weil wenn etwas Neues kommt.
muss der Zwischenspeicher erst gefüllt werden.
Oder?
Gefüllt mit neuen Eindrücken, Gefühlen, Geschmacksrichtungen und Gedanken.
Danach ist mehr Leere gefüllt und mehr Simulation, die sich immer wiederholen kann und immer besser wird:
Der Pizzabäcker in Gedanken.

Ich mag das Rauschen des Wassers.
Es ist leise. Eine Vorstellung irgendwie
von Wasser und trotzdem Wasser
im Wind
Auf der Haut.
Der Ort auf dem Foto zu diesem Posting:
Magisch.