Was soll ich bloß schreiben

Ich weiß es nicht. Dabei habe ich mich heute sehr auf das Schreiben gefreut und schon seit gestern einige Themen in meinem Kopf hin und her geschoben und geprüft. Zum Beispiel könnte ich darüber schreiben, wie skurril ich es finde hier zu bloggen ohne dass sich je ein Besucher her verirrt. Warum mache ich es dann überhaupt auf diesem Blog und nicht einfach beispielsweise in einer Word Datei? Ich habe das Thema verworfen, vielleicht weil ich die Erkenntnisse beim längeren Nachdenken nicht ertragen kann.

Eine weitere Möglichkeit, die mir einfiel wäre gewesen über Instagram Stories zu schreiben: Warum schaue ich sie mir an, obwohl sie mir selten gefallen? Was macht es mit mir, wenn ich mir eine Mischung aus Werbung und anderen Inhalten regelmäßig anschaue. Dahinter lauert natürlich die Frage, ob mir das Smartphone die Zeit klaut, die es mir mit seinen praktischen Funktionen an anderer Stelle wieder gibt. Sollte ich mir diese Zeit wiederholen? Ich weiß es nicht und vielleicht will ich es auch nicht wissen.

Dann könnte ich darüber schreiben, wie viel Spaß es macht Vögel zu beobachten – zum Beispiel während ich das hier schreibe einen Buntspecht, der an einem Apfelbaum hängend Piepsgeräusche von sich gibt. Ich würde gerne ein Selfie mit ihm machen – oder nein: Eine Instagram Story. Er liebt auf jeden Fall den schönen Sommertag. Interessant wird dieses Thema im Zusammenhang mit der These, dass mittlerweile in der Stadt mehr Tiere leben als auf dem Land: Weil wir als Gesellschaft zu viel auf Monokulturen industrieller Landwirtschaft setzen. Vielleicht etwas weit gefasst für einen Blogpost, der die länge eines Weißbiers nicht überschreiten soll.

Übrigens auch ein Thema: Champions League. Damit könnte ich ein bisschen Fußball-Weisheiten aufschreiben und so weiter. Weiß nicht. Hätte vermutlich nicht weiter getragen.

Jetzt schreibe ich darüber, dass ich nicht weiß was ich schreiben soll und mir kein besseres Thema als dieses eingefallen ist. Ich hätte zum Beispiel auch Interesse über Dinosaurier zu schreiben und darin bildlich darzustellen, wie sie über Chips, die sie in ihre Zähne einpflanzen lassen – von Außerirdischen – miteinander kommunizierten. Aber schon während ich dies tippe fängt mein Kopf parallel an zu überlegen, ob es womöglich ein besseres Thema wäre, abzuhandeln, warum ich ungern an zwei Tagen hintereinander gegrilltes Esse. Ich vermute, die Dinos geben nicht genug her.