Pendeln als Prozess

Weg ins Büro und zurück bedeutet jeden Tag ungefähr zwanzig Kilometer mit dem Fahrrad. Dabei genieße ich es meistens, durch die Stadt zu fahren. Als Teil des Lebens und der Eindrücke, die es hier gibt. Mein Fahrrad und ich sind in dieser halben Stunde Teil davon, ein kleiner Teil von Münchens Leben auf den Straßen – und das ist immer anders.

Klar, jeden Morgen wacht die Stadt auf – kommt aber darauf an wie. Wenn ich vor sieben Uhr morgens unterwegs bin, sind mit mir nur genauso verschlafene Pendler unterwegs zu einem frühen Start ins Büro, gegen acht jede Menge Schüler und nach neun sind die Straßen recht überschaubar befahren. Außer der mittlere Ring: Donnerstags ist am meisten Stau. Immer herrlich: Die kurze Passage durch den englischen Garten gefolgt vom Univiertel, wo die Tagesbars immer gut gefüllt sind.

Auch am Abend ändert sich das Bild, dessen Teil ich bin ständig: Pendler, Menschen auf dem Weg zum Feierabendbier oder einem frühen Abendessen und später dann Nachtschwärmer die um den Monepteros sitzen oder ihre Füße noch im Sonnenuntergang im Eisbach abkühlen.

Fahrradfahren ist Fortbewegung und während ich fahre bin ich Teil: Teil der Stadt, Teil des Moments. Und ach, für diesen Moment noch meine aktuelle wöchetnliche Podcast-Playliste:
Montag: Lage der Nation
Dienstag: Sascha Lobo Debattencast
Mittwoch: Herrengedeck
Donnerstag: OMR Podcast (je nach Interesse oder Hörbuch (spannend und / oder einfach)
Freitag: Hörbuch