Momente mit dem neuen Curse Album

Das neue Album von Curse gefällt mir. Die Beats sind wie frisch und haben dennoch den typischen Curse-Klang. Die Raps sind wie erwartet: Nicht die Neuerfindung des Deutschrap-Flows aber Curse-Klang halt. Curse liebt auch auf “Die Farbe von Wasser” Geschichten und Erkenntnisse zum Leben. Ich nehme die Platte mit durch einen Tag.

Morgens bei minus zehn Grad auf das Fahrrad. Die Finger kalt – “Hab keine Angst vor dem was Du bist” – Ok, die Kälte stört mir nicht. Ich trete nich etwas schneller in die Pedale. Kalte Finger? Bitte. “Wenn ich still und alleine bin, höre ich sie lachen auf den Dachterassen” – in diesem Fall die Autofahrer in ihren warmen Sitzen. Aber spätestens bei der eisigen Durchfahrt durch den englischen Garten mit der verzauberten Sicht auf die schneebedeckten Wiesen und den Eisbach lache ich freudig.

Eine weitere Erkenntnis: Code bearbeitet sich mit Curse nicht anders als mit anderer Musik. Ich mag die Beats. Sie geben dem Tippen einen Rhythmus und irgendwie auch einen Sinn. Von den Texten bleiben höchstens Fragmente hängen; aber davon einige- Samy Deluxe ist ein super Feature. Irgendwie geht aber dann wie der Arbeitstag das Album auch relativ schnell an mir vorbei. Aber gut vorbei. Ich drücke sogar immer auf Pause, wenn ich gerade nicht hören kann.

Zum Abend hab ich das Album schon mehrmals durchgehört. Ich kann es bestimmt noch viele Male hören, will es aber nicht tothören nur aus Prinzip und wechsle zu anderer Musik und fürs Heimradeln auf einen Podcast.

Curse – Die Farbe von Wasser. Ein sehr gutes Album. Tolle Beats, gute Texte. Für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas altklug, aber auch das gehört zu Curse. Gefällt mir insgesamt, mit viel Zeug zum späten Klassiker.