Buch: Holo-grammatica

Science Fiction habe ich wiederentdeckt dieses Jahr und schon einige inspirierende Bücher gelesen und wiederentdeckt. Dazu gehört auch der Science-Fiction Krimi Hologrammatica von Tom Hillenbrand, den ich im Moment lese. Und es ist ein vergnügen.

Ich will nicht zuviel verraten, kann aber zugeben, dass ich relativ schwer in den Text reingekommen bin. Dabei ist der Roman flüssig geschrieben und trifft für mich sprachlich die Balance aus guter Lesbarkeit und Ideenreichtum, der Ermittler war jedoch für mich zu Beginn schwer greifbar – das hat sich aber schnell gegeben. Aber dann: Mit jeder Seite entfaltet sich eine Dystopie mit großer Kraft und Inspiration, die ich im Moment (kurz vor Ende) extrem anregend und spannend ist. Wahnsinn.

Ohne zu sehr auf den Inhalt einzugehen, fällt mi die Nähe der Netflix Serie Altered Carbon  oder einzelen Episoden von Black Mirror und dem Roman auf. Damit meine ich nicht die Story, die jeweils unterschiedlich ist, sondern die grundsätzlichen Ideen, welche die Welt in der die jeweiligen Handlungen spielen als technische und soziale Werte zugrunde liegen: Klimwandel, der die Menschheit stark beinflusst, Kriminalität, obszöner Reichtum, der sich abkoppelt, Supranationale Konzerne und ein digitales Bewusstsein, das zwischen effizientem Einsatz und verstörenden Auswüchsen pendelt.

Gedanken, die aktuell virulent zu sein scheinen, und das finde ich das interessante: Wie weit ist die Technologie, das Bewusstsein zu digitalisieren? Erste Ansätze in Chatbots, die lernen, wie die Benutzer zu formulieren gibt es schon. Und wie wird diese Technologie eingesetzt? Superreiche gibt es jedenfalls schon einige. Fragen, zu denen ich gerne ein wenig weiter recherchieren will, zumal, vieles was in Science Fiction oder Dystopien gedacht wurde gibt es in der Gegenwart. Die Welt von 1984 findet sich zumindest technisch heute in vielen Wohnzimmern und Büros wieder.