Schneeweiß

Bücher lesen, Filme schauen, Zeitungen lesen, Magazine durchblättern.
Durch die Landschaft fahren, über Länder fliegen, Auf Straßen gehen, Meter machen.

Draußen liegt Schnee.

Wenn ich jede Minute einen Satz schreiben würde, wäre ein Buch schnell fertig.
Die Sätze müssten nur gut zusammenpassen.

Wie Schneeflocken auf dem Gipfel.
Damit ein Gletscher daraus werden kann. Blau und kalt.

Dunkel scheint die Landschaft in der untergehenden Sonne. Unter dem Nebel.
Ewiger Nebel über fliegenden weißen Landschaften.

Eine Betonfabrik. Eine Brücke. Ein schmales Haus. Bäume voller Schnee.
Noch eine Brücke, ein Signal mit Strommast.
Eine Lärmschutzwand, endlos. Eine weitere Brücke,  Wald, eine Brücke.
Mehr Wald, Nebel, der aufsteigt, Überfahrt einer Brücke, Äcker.
Nochmal.

Leises Rauschen der Lüftung. 20 Sekunden.
In der Ferne eine Allee dürrer Äste die traurig versuchen den Nebel zu packen.
Lichter – auch weit weg, grün und rot. Vielleicht Windräder.
Ein Fluss,ein Acker, zischen eines Zuges, Acker, Strommasten.
Es ist dunkel.

Wenn Außerirdische das sehen könnten. Sie würden sich langweilen.
Oder sich freuen. Irgendwie schwierig zu entscheiden.
Ich schaue so lange es geht aus dem Fenster.
Atme.