Ich blogge

Es ist deutlich zu spät. Ich nenne mich hier Vigo und es ist vielleicht zu spät um zu schreiben, dass ich jetzt experimentieren will mit bloggen und überhaupt Texten in diesem Internet. Was ich eigentlich will ist Erfahrungen sammeln mit raushauen: Texte tippen und zu veröffentlichen. Machen und schauen was passiert.

An der Arbeit mit Romanen hat mir gefallen, dass sie lektoriert wurden. Ein Buch ist kein Ding, das im irgendwie im entsteht und dann nach irgendwann nach außen kommt und in seiner ganzen Pracht schiller – im Gegenteil: Es ist ein großes Stück Arbeit mit sehr vielen beteiligten. Selbst bei meinen Self-Publishing Experiment haben fünf Leute mitgeholfen: Lektorat, Grafik, Kritik undsoweiter und so fort.

Jetzt also raushauen. Schreiben, so wie Finger wollen, die Tagesform es hergibt; mit den Tasten denken und ja, auch schreiben und reflektieren imselben Moment ohne den Absatz hinterhe herauszustreichen. Deshalb geht es auch um alles: Musik, Bücher, Berge, wieder Musik und Mountainbikes, warum Wandern so erhebend ist und den Rausch des Uphills. wenn nur der Gummi der MTB-Reifen auf dem Schotter knirscht und der eigene Atem den Takt der Kurbel vorgibt. Schreiben über William Carlos Williams Gedichte auf dem Gipfel und das Glück in Bergseen zu springen.

Auch: Themen, die mir wichtig sind. Denn allein darüber nachzudenken beschäftigt mich und ich schreibe zu wenig darüber. Überhaupt schreiben – das mache ich viel zu wenig: Drücke mich zwar in E-Mails, Chats und Protokollen aus, aber nicht in Sätzen. Immerhin jetzt in diesem Blog. Vigos Blog. Mein Blog.

Wenn ich jetzt nicht mehr weiterschreiben will – dann schreibe ich nicht mehr weiter.